Die 4. Klassen im Schullandheim

Ja, und so ging es dann los auf unsere Klassenfahrt…mit vollgepackten Koffern machte sich jeder auf den Weg zur Schule. Schnell stellten wir uns am Bus an und luden das Gepäck ein. Wir freuten uns und waren aufgeregt- unsere Eltern bestimmt auch.
Und dann rollten wir mit dem Bus los zu unserer 90 minütigen Reise auf den Obermeierhof
in Jettenbach….
Wie man hier auf dem Bild sehen kann, ist das unser Schullandheim. Es ist ein älterer Hof, der weiß angestrichen ist. Wie man auf dem großen Plakat an dem Schuppen lesen kann,  heißt unser Schullandheim Obermeierhof. Obwohl das Gebäude schon etwas älter ist, konnte man überall gut spielen.
Beim Fußballspiel hatten wir einen sehr strengen Schiedsrichter, nämlich Freddy und der durfte sogar Spezi trinken. Das war der Innenhof, wo man gut Fangen spielen konnte. Vom Innenhof konnte man in
die große Spielescheune gehen und in den Essensraum. Wir stellten uns in einer langen Reihe an und holten unsere Bettwäsche. Danach suchten wir unsere Zimmer.
Nach längerem Irren im Nirgendwo, ging der ganze Spaß erst los. Bei uns sah das Bettbeziehen richtig gut aus….bei anderen eher so naja…
Die Jungs dachten sich: „Warum fotografiert Frau Dobben uns während dem Bettbezug-Drama?“
Endlich waren alle mit Bettbeziehen fertig, die einen musizierten, die anderen spielten ihre mitgebrachten Spiele mit Freunden.
Auch die Lehrer und Betreuer waren bester Laune.  Los ging es mit einer Schullandheim-Rallye.
In diesen alten Gemäuern haben wir unser Essen genossen.  Hier aßen wir morgens, mittags und abends.Bestimmt interessiert euch, was es so im Schullandheim zu essen gibt. Am ersten Tag
verspeisten wir Nudeln mit Bolognesesoße. Außerdem gab es noch Kartoffeln mit Kräuterquark, Schnitzel, Wiener und natürlich auch Salat.Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ausflug-dem
Wildtierpark Oberreith. Dort gab es viele Tiere, die uns gleich begrüßen wollten: „Moin, moin, willkommen!“ Die Lamas waren auch schon voll in Fahrt, und die Rehe grasten friedlich auf der Wiese
und machten ab und zu ihr Geschäft. Nach dem Tiere Streicheln und anschauen mussten wir uns erstmal auf den Trampolinen auspowern.
In der Indoor-Spielhalle gab es auch viele Trampoline. Dort konnte man coole Tricks machen und an die Wände hüpfen, da auch an den Mauern schräge Trampoline angebracht waren. Oben in der Indoor-Spielhalle gab es auch ein tolles Kletterlabyrinth mit einer Rutsche, Klettertürmen und einem Soccer-Platz. Im Wildtierpark Oberreith gab es nicht nur Tiere sondern auch andere Spielgeräten. Zwei
davon waren Rutschen. Eine Rutsche führte einen Turm hoch und die andere war eine mit Matten.
Fast jeder ist schon einmal mit der Eisenbahn gefahren. Das hat allen sehr viel Spaß  gemacht. Von der Bahn aus konnte man vieles im Wildtierpark beobachten. Auch die Lehrer sind mitgefahren. Der arme Zug musste doch sicherlich unter den ganzen Lasten  der Kinder und Lehrer leiden. Einmal überfuhren wir fast die Enten. Diese wollten einfach nicht von den Schienen  weggehen.
Nachdem wir so viel Gas gegeben hatten, brauchten wir dringend eine Stärkung. Alle aßen etwas, z.B. ein Eis, Kuchen oder Popcorn. Und so sahen wir nach dem ersten Ausflug aus: glücklich, zufrieden und lustig.
Abends haben wir eine Bastelaktion gestartet. Wir haben lustige Türschilder erstellt. Die 4. Klassen hatten viel Spaß.  Wie man sieht waren alle fleißig beim Kleben und Malen. Jedes Türschild wurde
wunderschön.
Am späten Nachmittag wurde noch auf der Wiese auf zwei kleine Tore Fußball gekickt. Im Gemeinschaftsraum nutzten einige die Zeit zum Billard spielen und es wurden zahlreiche Tipps abgegeben, wer die Zahnbürstenmörder der einzelnen Klassen waren. Am Abend wurden immer mal wieder die einen oder anderen Süßigkeiten genascht.
Die erste Nacht hatten wir geschafft, auch wenn wir ständig jemand an die Wand klopfen hörten. Wer das wohl war? Die Brösel von unserem Mitternachtssnack wurden einfach ignoriert und lautes Lachen begleitete uns in die Waschräume.
Nach dem Frühstück standen auch schon gleich Frau Scheitler und Freddy parat, um uns die Punkte für die Zimmerolympiade zu vergeben. Bevor sie an unser Zimmer klopften, haben wir noch schnell aufgeräumt und die leeren Chipstüten da versteckt, wo sie nicht gefunden wurden. Nach dem Frühstück hat sich die 4B mit dem Leiter des Schullandheims auf den Weg zur Innwanderung gemacht. Die 4A musste nur einmal die Straße überqueren und stand auf dem Bauernhof von Frau Bruckmeier. Immer wieder schauten wir etwas besorgt Richtung Himmel, da es sehr bewölkt war. Wird es wohl regnen? Auf eine Regenwanderung hatten wir mal so gar keine Lust, zumal die Regenjacken noch irgendwo im Koffer waren. … Aber zunächst blieb es trocken! Nun hießes MUHH statt MATHE … obwohl das Schild nicht so ganz stimmte! Rechnen mussten wir schon – aber dazu nachher mehr. Zunächst hat uns Hilde ein Rätsel zu den Hofregeln gestellt und uns ihr zu Hause gezeigt. Dabei haben wir erfahren, dass der Hahn erst kurz zuvor verstorben ist. Nun durften einen Zettel mit Fragen beantworten. Bei der ersten Station der Rallye mussten wir mit einem schweren Spaten 5 kg stinkendes Zeug, ich glaube es war Mais, in eine Wanne tun. Da diese auf einer alten Waage stand, wussten wir, wann wir die 5kg erreicht hatten. Danach durften wir mit einem Zollstock den Stall von den Babykühen ausmessen. In der Kinderstube mussten wir mit Hilfe des Kuhpasses herausfinden, welche Kuh wirklich hier im Stall steht. Das war ganz schön schwer. Die Nummer im Ohr verrät alles. Wer ist die Mutter, wann ist das Kalb geboren, welches Geschlecht ist es und wer ist der Besitzer. An der nächsten Station mussten wir versuchen aus dem Gummieuter, dass sehr echt aussah, etwas Wasser herauszudrücken. Das Euter war in einem Tisch eingearbeitet und oben drin war Wasser eingefüllt. Die große Schwierigkeit war es, den richtigen Winkel zu treffen. Ich glaube ich muss euch nicht fragen, ob man mit der Hand oder der Maschine mehr Kühe schafft zu melken. Damit wir auch für den zweiten Teil der Rallye noch fit waren, versorgte uns Hilde in der Pause mit frischer Milch, selbst hergestelltem Käse und frischen Brot. Das war richtig guad! Die Butter für unseren Aufstrich mussten wir allerdings vorab selbst durch unsere eigene Muskelkraft erschütteln. Weiter ging es in der Milchabgabe. Dort gab es viele Melkmaschinen, in die wir unsere Finger auch hineinstecken durften. Es hat sich so angefühlt, wie bei einem großen Staubsauger! An der letzten Station mussten wir erkennen, welche Getreidesorten in der Schubkarre waren. Dabei hatten wir kleine Schüsseln mit verschiedenen Körnern, z. B. Weizen, Soja und Hafer vor uns. Während wir versuchten herauszufinden, was wohl was sei, nahm Eliah einfach seine Zunge zu Hilfe und probierte ein bisschen. Ob ihm das wohl auch so gut geschmeckt hat, wie einer Kuh?
Anschließend durften wir noch fleißig im Stall helfen. Die Kälbchen mussten gefüttert und der Stall gekehrt werden. Mit einem riesigen Hunger fielen wir in den Speisesaal ein. Nach einer kurzen Pause drehten wir den Spieß um. Nun durfte die 4B auf den Bauernhof zu Hilde und die 4A ging den Inn besuchen. Auch wenn wir doch noch richtig nass wurden und manche ihr Regenjacke beim Einpacken mit einer Regenhose verwechselten, mussten wir trotzdem oft lachen. Am Anfang erklärte uns Herr Bairer die unterschiedlichen Bäume. Dann erfuhren wir, dass die Strömung des Inns 7kmh beträgt und was die weißen  Schilder am Ufer zu bedeuten haben. Am spannendsten war allerdings der Trampelpfad
durch das Unterholz über den kleinen Bach. Da halfen uns die Jungs über die großen Bäume. Am Spielplatz angekommen war es den meisten von uns noch nicht nass genug. Wenn es von oben schon regnete, kann man ja schließlich auch von unten nass werden. Während die einen Staudämme bauten, stöberten andere im Bücherhäusl oder fuhren so manche Runden auf dem Karusell. Wieder im Schullandheim angekommen, rannten alle unter die heiße Dusche. Während die Lehrer mal eine Kaffeepause einlegten, haben wir in unseren Zimmern gespielt und gelesen … Ach ja, …. Und natürlich den Zahnbürsten-Mörder gesucht … Inzwischen gab es bei beiden Klassen ja schon wieder einen neuen Täter oder eine neue Täterin! Frau Dobben, Freddy und Frau Scheitler machten mit uns einen Stopptanz. In dieser Zeit machte Frau Taubenberger coole Fotos. Alle Kinder tanzten danach eine Polonäse. Das war sehr witzig. Anschließend haben wir einen Kreis gebildet und ein paar Kinder und
Freddy haben etwas vorgetanzt, das die anderen dann nachtanzen durften. Das machte uns viel Spaß. Wer Tischtennis spielen wollte, durfte an die Platte. Um halb neun durfte sich dann jeder eines der drei Angebote aussuchen. Entweder ging es zur Nachtwanderung, zum Vorlesen oder PARTY machen und weitertanzen …. OHNE LEHRER!
Um 23.00 Uhr war dann alles ruhig.

Am nächsten Morgen packten wir wieder alles zusammen. Da tauchte so manches verloren geglaubtes Kleidungsstück wieder auf. Der Bus ließ etwas auf sich warten und musste dann auch erst noch einmal seine Pause machen.Müde, aber glücklich kamen wir um 12.00 Uhr wieder in Waakirchen an.

Es war ein klasse Fahrt!